Ayurvedapraxis

Cornelia Brünecke

Ayurvedische Heißwasserkur


So wirkt die ayurvedische Heißwasserkur mit oder ohne Ingwer

Um den Gesundheitszustand zu verbessern, gleicht man durch die kurmäßige Anwendung von heißem Wasser die Bioregulatoren Vata, Pitta und Kapha aus, stärkt die Funktion von Agni und transportiert Vitalstoffe in und Schlacken und Toxine aus den Körpergeweben.

Vata hat die Eigenschaften kalt und trocken. Wir erfahren das bei Stress oder im Winter: Haut und Schleimhäute trocknen aus. Warmes Wasser hat die entgegengesetzten Qualitäten und gleicht dadurch angehäuftes Vata aus.

Das Verdauungsfeuer Agni wird durch die Zufuhr von Wärme im heißen Wasser angeheizt. Wassermoleküle sind „intelligent“. Sie übertragen Informationen, die in sie imprägniert sind. Durch längeres Kochen (5–10 Min.) speichert das Wasser die Information „Wärme-Energie“ und überträgt sie auf den Körper, der mit einer Erhöhung von Agni reagiert. Dadurch wird die Verdauungskraft verbessert.

Durch das Kochen werden die Wassermoleküle, die im unbehandelten Wasser in großen „Clustern“ (Klumpen, Bündeln) zusammenhängen, voneinander getrennt und die im Wasser gelösten Stoffe wie Kalk kristallisieren aus oder verdampfen. Wir erhalten durch längeres Kochen also gereinigtes, sehr dünnflüssiges Wasser, das leichter in sehr dünne Zwischenräume im Körper eindringen und  Stoffwechselschlacken abtransportieren kann. In diesem Wasser sind auch Vitalstoffe leichter löslich und werden so besser an ihren Wirkort in den Zellen transportiert.

Ayurvedische Heißwasserkur:So wird‘s gemacht

Wie geht man praktisch vor? Die Empfehlung ist, Heißwasser kursmäßig in kurzen Abständen zu trinken. Gut ist eine 7–10tägige „Heißwasserkur“, bei der man von früh bis spät in ca. halbstündigen Abständen einige Schlucke heißes Wasser trinkt. Eine solche Kur kann man mehrmals pro Jahr durchführen.

Dazu kocht man das Wasser einige Minuten in einem offenen Kochtopf mit oder ohne Ingwer auf kleiner Flamme oder lässt es im Wasserkocher mehrmals aufkochen. Wenn das Wasser sehr kalkhaltig oder mineralstoffreich ist, sieht man dann ein Sediment, das man absinken lässt, bevor man das Wasser in eine Thermoskanne gießt, aus der man tagsüber trinkt.

Sehr oft wird gefragt, wie viel man vom heißen Wasser täglich trinken soll. Die Antwort: so viel (und so warm) wie angenehm! Wenn man wirklich halbstündlich trinkt, dann bewältigt man leicht ca. 2 Liter/Tag. Sehr trockene Vata-Menschen brauchen oft etwas mehr, feuchte Kapha-Typen etwas weniger, und Pitta geprägte Menschen können (und sollen) nicht so heiß trinken. Achten Sie auf die Bedürfnisse Ihres Körpers!

Und wenn man Durst hat und mit dem heißen Wasser nicht genügend Flüssigkeit aufnimmt, kann man zwischendurch auch etwas Kühleres trinken.

Viel Spaß beim Ausprobieren

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.
Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutzerklärung OK verstanden