Ayurvedapraxis

Cornelia Brünecke

Ghee – Die gesundheitlichen Wirkungen im Ayurveda


Ghee, das ayurvedische Butterfett, das Gold im Ayurveda, hat viele ge­sund­heit­li­che Ei­gen­schaf­ten.

  • Ghee ist leicht ver­dau­lich, leich­ter ver­dau­lich als But­ter oder an­de­re Fette und Öle.
  • Ghee wirkt ent­zün­dungs­hem­mend. Laut Su­shru­ta Sam­hi­ta – einer Schrift aus dem alten Ayur­ve­da – zählt Ghee zu den ul­ti­ma­ti­ven an­ti­ent­zünd­lich wir­ken­den Le­bens­mit­teln.
  • Ghee für äußerliche, me­di­zi­ni­sche und kos­me­ti­sche Zwe­cke: Ghee kann die Bil­dung von Nar­ben und Bla­sen ver­hin­dern und die Wund­hei­lung för­dern. In der Ge­sichts­pfle­ge ist es zum Ab­schmin­ken eben­so ideal an­zu­wen­den wie zur Pfle­ge ge­reiz­ter und ge­rö­te­ter Haut.
  • Ghee gilt als All­heil­mit­tel, als das gol­de­ne Hei­leli­xier, das im Ayur­ve­da für na­he­zu jede Pro­ble­ma­tik ein­ge­setzt wer­den kann:
    • Zur Ver­jün­gung der Haut
    • Massage der Füße
    • Zur Re­ge­ne­ra­ti­on der Ver­dau­ungs­funk­tio­nen: Ghee kann das Ver­dau­ungs­feu­er(Agni) an­hei­zen. Das Er­geb­nis ist eine bes­se­re Ver­dau­ung und ein schnel­le­rer Stoff­wech­sel.
    • Zur Stär­kung der Ab­wehr­kräf­te
    • Zur Rei­ni­gung des Blu­tes
    • Zur Bes­se­rung des Schlafs: Abends auf die Fußsohlen auf­ge­tra­gen gibt Ghee einen ru­hi­gen und ge­sun­den Schlaf
    • Zur Har­mo­ni­sie­rung des Hor­mon­haus­halts
    • Zur Ver­bes­se­rung des Er­in­ne­rungs­ver­mö­gens und gar zur För­de­rung der In­tel­li­genz
    • Zur Re­ge­ne­ra­ti­on des Ma­gens bei Ma­gen­ge­schwü­ren und bei Dar­m­ent­zün­dun­gen
    • Letzt­end­lich sogar zur Ver­län­ge­rung der Le­bens­zeit
Ghee zur Entgiftung

In der Entschlackungskur, das Herzstück vom Ayurveda,  zählt das Trin­ken von war­mem Ghee zu einer der wich­ti­gsten Maßnahmen

Das Ghee-Trin­ken hilft in ers­ter Linie das Lö­sen und Aus­lei­ten fett­lös­li­cher To­xi­ne.

Ghee beim trockenen Auge – Netra Basti/Augenbad

Beim sog. tro­cke­nen Auge bei­spiels­wei­se kann ein Au­gen­bad mit er­wärm­ten Ghee Ab­hil­fe schaf­fen. Das Ghee er­höht den Fett­an­teil in der Trä­nen­flüs­sig­keit, so dass diese nicht so schnell ver­duns­tet.

An der Uni­ver­si­täts-Au­gen­kli­nik in Graz/Ös­ter­reich wurde diese Wir­kung in einer Stu­die nach­ge­wie­sen.

Ghee – Selbst gemacht

Die Ghee-Her­stel­lung in der ei­ge­nen Küche geht folgendermaßen:

Sie schnei­den die But­ter in Wür­fel und geben sie in einen mög­lichst brei­ten Topf mit hellem Topfbaden. Las­sen Sie die But­ter vor­sich­tig auf klei­ner Stufe darin schmel­zen.

So­bald sie voll­stän­dig ge­schmol­zen ist, er­hö­hen Sie die Tem­pe­ra­tur und las­sen die But­ter kurz auf­ko­chen, bis sie zu schäu­men be­ginnt.

Anschließend fah­ren Sie die Hitze auf kleins­te Stufe her­un­ter und las­sen die But­ter ganz leicht wei­ter­kö­cheln.

Das Eiweiß, das sich an der Oberfläche als weißer Schaum zeigt, kann zwi­schen­durch immer wie­der ab­ge­schöpft und ent­sorgt wer­den.

Wie­der­ho­len Sie die­sen Vor­gang so lange, bis sich kein Schaum mehr bil­det. Dies kann, je nach ver­wen­de­ter But­ter­men­ge, bis zu 2 Stun­den dau­ern. Haben Sie Ge­duld, denn je be­hut­sa­mer das Ghee her­ge­stellt wird, umso bes­ser ist des­sen Qua­li­tät.

Zum Schluss bleibt das klare reine But­ter­fett übrig.

Jetzt gießen Sie das Fett nur noch in ein sau­be­res Kü­chen­tuch, einen Kaffeefilter oder Tee­sieb und fan­gen das Ghee in einem Glas­ge­fäß auf.

Verschließen Sie das Gefäß gut und stel­len es kurz auf den Kopf. Das so ent­stan­de­ne Va­ku­um ga­ran­tiert eine lange Halt­bar­keit.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste.
Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Datenschutzerklärung OK verstanden